Sonntagsgedanken (14) – Jemand anderes sein

Hey ihr Lieben,

heute erfahrt ihr, warum ich in den letzten Wochen so wenig gebloggt habe. *Trommelwirbel*

Ich habe mit meiner Klasse ein Theaterstück aufgeführt:  „Turandot Reloaded“. Vielleicht kennt ihr die Oper dazu von Giamo Puccini. Falls nicht und euch das interessiert, hier kommt ihr zu der Wikipedia Seite davon. Dies hatten wir als Vorlage, jedoch haben wir es fast komplett umgeschrieben und daraus unsere eigene Inszenierung gemacht – „Turandot Reloaded“ , wo wir eine Geschichte entwickelt haben, die auf unsere Zeit bezogen ist, eine Überschrift von einem Zeitungsartikel über uns drückt das ganz gut aus: „Turandot – neu aufgeladen mit den Fragen der Jugend“. Wir sind kurz vor unserem Abitur, weshalb wir uns Fragen stellen, was wir mit unserem Leben anfangen sollen.

In der Originalgeschichte wird von der Prinzessin Turandot verlangt, einen Prinzen zu heiraten, doch sie wehrt sich dagegen, bis Kalaf auftaucht. Dies haben wir so umgeschrieben, dass der Hauptkonflikt ist, dass die Prinzessin, bei uns Viktoria, den Schlachthof der Eltern übernehmen soll, doch sie möchte etwas anderes. Sie möchte weg. Sie möchte sich nicht den Vorschriften ihrer Eltern beugen. Sie empfindet Druck. Von außen und von innen.

Druck in seinen verschiedensten Ausmaßen haben wir ebenfalls bei den anderen Hauptpersonen dargestellt.

Doch das Stück zu inszenieren, war in diesem Zusammenhang nicht unsere einzige Aufgabe. Wir hatten die Aufgabe dazu noch das ganze drumherum zu organisieren, damit das Theaterstück funktionieren konnte. Sei es Plakatgestaltung, sei es Musik, Licht, Technik, sei es PR, sei es Bühnenbild.

Neben unserer Lehrerin für Darstellendes Spiel und unserem Kunstlehrer hat ebenfalls ein Choreograph aus einem Hamburger Theater, der uns von der Schule zur Verfügung gestellt wurde, die Leitung übernommen.

Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. In der Aufführungswoche hatten wir nur am letzten Tag Unterricht, sonst Probe, und haben das Wochenende davor insgesamt 12 Stunden in der Schule verbracht. Die Sozialkontakte sind zurückgegangen, ich hatte durchgängig Muskelkater und war immer müde. Die Stimmung war angespannt, wir haben uns angeschrien und waren alle kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

Ich persönlich habe gespielt und nebenbei die komplette PR fast alleine organisiert.

Aber wir haben es geschafft. Wir haben ein wunderbares Theaterstück auf die Beine gestellt, wo wir beide Aufführungen viel positive Kritik bekommen haben.

Wenn ich jetzt zurückblicke, war es eine wunderbare Zeit und ich bin wirklich traurig, dass es vorbei ist.

Vorher hatten wir so eine mittelmäßige Klassengemeinschaft und durch den Probenprozess sind wir viel mehr zusammengewachsen.

Wir haben festgestellt, dass jeder von uns bestimmte Stärken besitzt, wodurch unser Selbstwertgefühl erstaunlich gestärkt wurde.

Wir haben das gemacht, was wir konnten  und was uns Spaß brachte und wir haben dabei unglaublich viel gelernt. Nicht jeder hat gespielt, die haben dann aber zum Beispiel die Regieassistenz oder den Bühnenbau übernommen. Jeder von uns war irgendwie daran beteiligt.

Es war eine wunderbare Zeit und ich bin so sehr dankbar, dass wir die Chance hatten, an so einem Projekt mitzuwirken.

Und wer weiß? Vielleicht ist das Projekt „Turandot Reloaded“ noch nicht vorbei? ….


Daumen hoch für: Ferien, entspannen

Daumen runter für: MRT (Eigentlich hatte ich Musik gehört, aber es war ein Wunder, wenn ich was von einem Lied mitbekommen habe…)

Lieblinsoutfitpost: Casual Chic von Marie

Musiktipp: Sara Bareilles – I choose you


Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s