Sonntagsgedanken (21) – Ist es wirklich gut alles zu planen?

Ich muss euch etwas gestehen: Ich bin ein totaler Planmensch. Ich schreibe To-Do Listen ohne Ende, die mal eingehalten werden und mal nicht. Ich muss alles immer mindestens eine Woche vorher abgeklärt haben.

Ich liebe es zu organisieren, obwohl ich eigentlich der Chaosmensch in Person bin. Organisieren kann ich aber und das gut. Denke ich. Seitdem ich mir To-Do Listen für Schulprojekte zum Beispiel schreibe, komme ich damit viel besser zu recht.

Ich bin ein Planmensch. Auch mit meiner Zukunft. Ich mache mir seit Jahren Gedanken darüber, habe jetzt Donnerstag die erste Uni besucht. Ich überlege mir Finanzierungsmöglichkeiten, wie meine Wohnung aussehen soll, einfach alles.

Darüber habe ich mich mit B. gestern unterhalten. Sie hat Respekt für die Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, weil sie es so gut wie gar nicht tut.

In Philosophie sollten wir aufschreiben, wie wir uns in zwanzig Jahren sehen und während einige von uns eine genaue Vorstellung hatten, ich eingeschlossen, hatten andere keine Idee, was sie nach ihrem Abitur machen wollen.

Da stelle ich mir die Frage: Ist Planen immer gut?

Sollten wir vielleicht die Dinge einfach auf uns zukommen lassen, weil es meistens immer anderes verläuft, als wir denken?

Ich denke, es muss ein Mittelmaß sein. Planen ist gut, aber nur die Dinge, die von uns ausgehen.

Gefühle zum Beispiel können nicht geplant werden.

Wir können nicht planen, dass wir uns in genau 53 Tagen verlieben werden.

Wir können nicht planen, dass wir aus Liebe unser komplettes Leben umschmeißen.

Wir können nicht planen, dass wir einen geliebten Menschen verlieren.

Wir können nicht planen, dass unsere Gesundheit streikt und wir vielleicht eine Krankheit bekommen, die uns in unserem restlichen Leben begleiten wird.

Wir können viele Dinge nicht planen und darüber sollten wir uns bewusst sein.


 

Daumen hoch für: Freundinnengespräche, mein Infoabend an der AMD,  Glückseligkeit

Daumen runter für: dieses Gefühl der Verliebtheit was mich an den einem Tag so undendlich glücklich und am nächsten Tag so unendlich traurig gemacht hat, Anna alleine in Hamburg nur mit einem fast leeren Handyakku und Zeitdruck, Schulstress (wann soll ich schlafen?)

Neuentdeckung: ein dreier Pack invisibobble in Pink, ein Spontankauf bei Douglas; Ich kann sowas von nachvollziehen, warum die fast jeder hat


 

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