Sonntagsgedanken (46) – Endorphine und Realität

Vielleicht hilft es mir ja, diesen verrückten Gefühlschaos dieser Woche durchs Schreiben zu verarbeiten. Früher hat es mir immer sehr viel geholfen.


Diese Woche war ein reines Gefühlschaos von den höchsten Endorphinen, die ich das letzte Mal vor einem halben Jahr verspürt habe, bis zu so einem tiefen Down, dass ich gerade nur noch weinen könnte.

Diese versprühten Endorhine, bei den drei Worten.

Endorphine, weil Anteil genommen wird.

Endorphine, wenn du merkst, dass du gar nicht mehr weißt, wann du das letzte Mal so glücklich warst und es so sogar deinen Mitmenschen auffällt.

Und doch saß ich gestern Abend im Zug und hätte nur noch heulen können, den diese Momente mit den Endorhinen, sind nur kleine, wunderbare, zarte und viel zu kurze Marmeladenglasmomente, die man immer haben möchte.

Aber doch kommt die Realität wieder.

Und Realität ist scheiße.

Realität, wenn du merkst, dass so viele Dinge noch ungeklärt sind und du deshalb eine gewaltige Angst hast

Realität, wenn dir klar wird, dass du eigentlich mehr tun kannst, als zu warten, weil du immer alles erdenkliche tust, aber du das Gefühl hast, das nichts von der anderen Seite kommt.

Und deshalb eigentlich nur noch weinen könntest.


Eine Woche:  die nicht nur emotional, sondern auch körperlich anstrengend war. Da ich natürlich immer viel zu mache, musste ich in einer Woche 60 Bilder durchsehen und bearbeiten, mit einem alten Laptop, wo das Exportieren bei Photoshop schon mal bis zu 20 Minuten dauern kann. Dazu waren noch ständige Bahnverspätungen und ich habe außerdem noch eine Klausur geschrieben, was dazu kam, dass ich in der Woche jede Nacht ungefähr vier Stunden Schlaf zur Verfügung hatte. Seit gestern bin ich auch wieder im Betrieb und Weihnachtsgeschäft in einem Porträtstudio ist einfach nur anstrengend.

Eine Motivation ist es: dass ich in den letzten Wochen so viele wunderbare Menschen kennen lernen durfte, die alle im gleichen Bereich lernen, aber auf so verschiedener Art und Weise. Total inspirierend und ich habe so viele Ideen, die ich jetzt nach und nach umsetzen werde.

Falls ihr euch ein bisschen Gemecker von mir anhören wollt: Die Bahn. Als Pendler ist man darauf angewiesen, dass man damit zum Ziel kommt. In den letzten Wochen saß ich insgesamt drei Mal irgendwo auf meiner Strecke fest. Es ist nicht das erste Mal, aber in den letzten Tagen und Wochen ist es einfach nur extrem. Was mich aber noch mehr daran aufregt, dass überhaupt keinen Informationen über Alternativrouten gibt, was für Reisende besonders schlimm ist, und dass wenn Schienenenersatzverkehr eingerichtet wird, dort sowieso nicht alle Fahrgäste mitgenommen werden können. Und wenn man in der Bahn einen Mitarbeiter sucht, sucht man meist vergeblich.

 

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